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Freiberufler Steuern – Ein Leitfaden

Die Steuerverpflichtung macht keinen Halt vor Freiberuflern. Freiberufler Steuern unterscheiden sich im Hauptkern von denen anderer Unternehmungen, da die Gewerbesteuer für Freiberufler entfällt. Steuern, die Freiberufler trotzdem zahlen müssen, sind hingegen die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer.

1. Einführung: Freiberufliche Tätigkeit Steuern

In der dynamischen Welt der Freiberufler sind Steuern ein wesentliches, aber oft missverstandenes Thema. Dieser umfassende Leitfaden bringt Licht in das oft komplizierte Thema „Steuern für Freiberufler“ und zielt darauf ab, Klarheit über die steuerlichen Pflichten und Möglichkeiten zu schaffen. Von der Einkommensteuer bis zur Umsatzsteuer decken wir alle wichtigen Aspekte ab, die bei der Steuererklärung für freiberufliche Tätigkeiten zu beachten sind.

2. Freiberufler Steuern: Einkommensteuer

Freiberufler müssen auf ihr Einkommen Einkommensteuer zahlen. Diese wird jährlich durch das Finanzamt auf Basis der Einkommensteuererklärung festgesetzt. Sie umfasst das gesamte Einkommen abzüglich bestimmter Ausgaben und Freibeträge. Wichtige Aspekte wie Abschreibungen, Betriebsausgaben und Vorsorgeaufwendungen sollten bei der Freiberufler Einkommenssteuer berücksichtigt werden.

  • Ermittlung des zu versteuernden Einkommens: Erfassen Sie Ihre Betriebseinnahmen abzüglich der Betriebsausgaben. Hierzu zählen Mietkosten für das Büro, Fahrtkosten, Büromaterial, etc.
  • Abschreibungen und Betriebsausgaben: Investitionen in Ihr Unternehmen können über mehrere Jahre abgeschrieben werden.
  • Vorsorgeaufwendungen: Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sind oft steuerlich absetzbar.

 

3. Freiberufler Steuern: Umsatzsteuer Regelungen und Befreiungen

Die Freiberufler Umsatzsteuer betrifft fast alle Freiberufler. Wenn Ihr Umsatz bestimmte Grenzen überschreitet (Kleinunternehmerregelung beachten), müssen Sie Umsatzsteuer auf Ihre Rechnungen ausweisen und diese an das Finanzamt abführen. Sie haben jedoch das Recht, die Vorsteuer, also die Umsatzsteuer, die Sie selbst für berufliche Ausgaben gezahlt haben, abzuziehen.

  • Regelbesteuerung vs. Kleinunternehmerregelung: Die Entscheidung, ob Sie der Regelbesteuerung unterliegen oder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, hängt vom Jahresumsatz ab.
  • Vorsteuerabzug: Als Regelbesteuerer können Sie die Umsatzsteuer, die Sie für geschäftliche Ausgaben zahlen, von Ihrer eigenen Umsatzsteuerschuld abziehen.

 

4. Freiberufler Steuern Gewerbesteuer

Wichtig ist, dass Freiberufler in der Regel nicht der Gewerbesteuer unterliegen, da ihre Tätigkeit durch die persönliche Leistung und nicht durch den Handel mit Waren oder die Produktion von Gütern geprägt ist. Diese Unterscheidung hat steuerliche Auswirkungen und macht die freiberufliche Tätigkeit in steuerlicher Hinsicht oft attraktiv.

Die Abgrenzung zwischen freiberuflicher und gewerblicher Tätigkeit ist hierbei entscheidend.

Wann ein Freiberufler Gewerbesteuer zahlen muss:

  • Gewerbliche Tätigkeit: Sollte ein Freiberufler zusätzlich zu seiner freiberuflichen Tätigkeit auch gewerbliche Aktivitäten ausüben, wird er gewerbesteuerpflichtig. Dies kann der Fall sein, wenn neben der freiberuflichen auch eine separate gewerbliche Tätigkeit ausgeübt wird.
  • Mischbetrieb: Wenn freiberufliche und gewerbliche Tätigkeiten so eng miteinander verknüpft sind, dass sie einen sogenannten Mischbetrieb darstellen, kann das gesamte Einkommen aus dieser Tätigkeit gewerbesteuerpflichtig werden.
  • Umschlagpunkt zur Gewerblichkeit: Eine ursprünglich freiberufliche Tätigkeit kann als gewerblich eingestuft werden, wenn der Freiberufler in einer Weise expandiert, die eher charakteristisch für gewerbliche Unternehmen ist (z.B. Einstellung einer großen Anzahl von Mitarbeitern, die nicht freiberuflich tätig sind).
  • Kaufmännische Organisation: Wenn die Organisation der Tätigkeit eher den Charakter eines Handelsgewerbes hat, also beispielsweise mit einem Warenlager und regelmäßigem Ankauf und Verkauf von Waren, kann dies ebenfalls zu einer Gewerbesteuerpflicht führen.
  • Rechtsform: Bestimmte Rechtsformen, wie zum Beispiel eine GmbH, sind immer gewerbesteuerpflichtig, unabhängig von der Art der Tätigkeit.
  • Finanzamtentscheidung: Letztendlich ist es das Finanzamt, das auf Grundlage der individuellen Umstände entscheidet, ob eine Tätigkeit als freiberuflich oder gewerblich einzustufen ist.

 

5. Steuererklärung und Fristen

Die Steuererklärung Freiberufler ist ein jährliches Muss. Wissen über Fristen und erforderliche Dokumente ist unerlässlich, um Strafen zu vermeiden. Lesen Sie hier mehr!

6. Tipps zur Steueroptimierung

Es gibt verschiedene Strategien zur Steueroptimierung, von der Wahl der richtigen Rechtsform bis hin zu steuersparenden Investitionen. Dieser Abschnitt bietet praktische Tipps, um die Steuerlast zu minimieren.

  • Rechtsformwahl: Die Wahl der Rechtsform kann steuerliche Auswirkungen haben.
  • Steuerliche Geltendmachung von Betriebsausgaben: Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Betriebsausgaben abzusetzen, um Ihre Steuerlast zu reduzieren.
  • Altersvorsorge und andere steuerbegünstigte Investitionen: Investitionen in die Altersvorsorge können Ihre Steuerlast senken.

 

7. Fazit

Steuern für Freiberufler können komplex sein, aber mit dem richtigen Wissen und Unterstützung ist es möglich, diese Herausforderung effektiv zu bewältigen. Als Freiberufler stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Ihre Steuerlast zu optimieren. Wichtig ist, sich frühzeitig mit dem Thema „Steuer Freiberufler“ auseinandersetzen. 

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Stand: Januar 2024

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